Peter mit Marcos Volante von Ecotrópica

Projekte

 

Ecotrópica

Camelô - Straßenhändler in Rio de Janeiro

Ecotrópica - die Stiftung zur Erhaltung des Lebensraums in den Tropen - ist eine Nichtregierungsorganisation ohne finanzielle Interessen zum Schutz der Umwelt und wurde 1989 in Cuiabá (Mato Grosso) gegründet. Unser Ziel ist, einen Beitrag zu leisten zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und der Lebensqualität in den tropischen Ökosystemen. Schwerpunkt unserer Tätigkeit in den letzten Jahren war der Schutz des Überschwemmungsgebietes Pantanal in dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso, ausgelöst durch die Erkenntnis der Verletzbarkeit dieses aussergewöhnlichen Ökosystems mit seinem phantastischen Artenreichtum, Habitat der größten Konzentration an Wildtieren in den Neo-Tropen. Mitte der neunziger Jahre begannen wir mit einer unserer wichtigsten Aktionen: dem Schutz der Artenvielfalt in dem Nationalpark Pantanal Mato-Grossense.

Dort erwarben wir die Farmen Acurizal, Penha und Estância Dorochê - eine Fläche von ca. 60.000 ha - und wandelten sie in RPPNs (Prviate Naturschutzgebiete) um. Dieses Areal gehört nun zum Nationalpark und ist eines der wichtigsten Überschwemmungsland-Schutzgebiete unseres Planeten und bietet Lebensraum, Zuflucht und Ernährungsgrundlage für viele Tierarten, von denen einige andernorts vom Aussterben bedroht sind.

www.ecotropica.org.br

 

 

Projekt Arara Azul

Biologie, Hegung und Artenschutz

Camelô - Straßenhändler in Rio de Janeiro

Die großen Aras und das Projekt Arara Azul

Von Neiva Maria Robaldo Guedes
Forscherin Master Degree in Umweltschutz und Regionalplanung
Koordinatorin des Projektes Arara Azul/UNIDERP

 

Die drei größten Aras der Gattung Psitacidae leben im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Der Größte von ihnen ist der Arara-Azul-Grande (Anodorhynchus hyacinthinus), der eine Körpergröße von bis zu 105 cm erreicht und durch den lebhaften Kontrast zwischen dem kobaldblauen Federkleid und der markanten gelben Zeichnung um Augen und Schnabel leicht zu erkennen ist. Der Arara-Vermelha-Grande (Ara chloroptera) oder Grünflügel-Ara erreicht 90 cm und hat ein überwiegend rotes Federkleid, einige blaue Federn an Schwanz und Flügelspitzen und einem grünen Querstreifen auf der Oberseite der Flügel. Der Dritte im Bunde der Großen ist der Arara-Canindé oder Arara-de-Barriga-Amarela (Ara ararauna), der Gelbbrust-Ara, der bis zu 80 cm Größe erreicht und leicht mit dem Arara-Azul-Grande verwechselt werden kann, jedoch an Rücken, Oberseite von Schwanz und Flügeln hellblau und an Bauch und Unterseite der Flügel goldgelb gefärbt ist.

Der Hyazinth Ara ist als Art hoch spezialisiert, was Ernährung und Fortpflanzung betrifft. Er ist vom Aussterben bedroht wegen intensiver Fangtätigkeit für den illegalen Tierhandel, vor allem bis in die achtziger Jahre hinein, Habitatveränderungen durch Zunahme der Bevölkerungsdichte, Landwirtschaft etc. und Verarbeitung seiner Federn für indianisches Kunsthandwerk. Die extrem reduzierte Population - 1987 wurden nur noch 2.500 freilebende Exemplare geschätzt - erholt sich schrittweise, insbesondere im Süden des Pantanal dank der Aktivitäten des Projektes Arara Azul. Nach mehreren Jahren des Studiums der biologischen Grundlagen der Fortpflanzung, Entwicklung von Hegetechniken und Aktionen zur Stärkung des Umweltbesusstseins und Artenschutz unter der Regionalbevölkerung, hat sich die Population des Hayzinth Ara nicht nur verdoppelt, sondern breitet sich auch in andere Regionen wie Mato Grosso und den bolivianischen Teil des Pantanal aus.

Die Arten Ara chloroptera und Ara ararauna sind zahlreicher und weiter verbreitet as der Anadorhynchus hyacinthinus. Sie kommen von Mittelamerika bis zum Norden Argentiniens vor. Im Gegensatz zum Hyazinth Ara ernähren sie sich von verschiedenen Samen und "Früchten der Saison".

Im Pantanal nisten die Hyazinth-Aras und Grünflügel-Aras in Höhlen von Baumstämmen, der Gelbbrust-Ara hingegen in den Stämmen von abgestorbenen Palmen. In anderen Regionen bauen alle drei Arten ihre Nester in Nischen von steilen Felswänden oder Höhlen.

Unsere Pousada im Pantanal de Rio Negro ist einer der wenigen privilegierten Orte, an dem man die drei Arten zusammen beobachten kann, da sie in dieser Gegend ausgezeichnete Bedingen für ihr Fortpflanzung vorfinden. Hier kann man auch einen anderen, vom Aussterben bedrohten Psitacídeo beobachten, den Maracanã-de-Colar (Propyrrhura auricolli) mit einer Grösse von ca. 41 cm.

Die Aktivitäten des Projektes Arara Azul umfassen Beobachtung der Brutstätten und Jungtiere, vor allem während der Brutzeit (August bis Januar), Aufzucht in natürlichen und künstlichen Nestern, Erstellung künstlicher Brutstätten, Betreuung von Eiern und Jungvögeln, Verhaltensforschung, Erfassung von Fress- und Schlafstätten, Umwelterziehung der Bewohner des Pantanals und deren Kinder, etc.

Das Projekt Arara Azul wird von der UNIDERP - Universität für Landes- und Regionalentwicklung des Pantanal und von der FMB - Stiftung Manoel de Barros durchgeführt, mit Unterstützung von WWF do Brasil, Toyota do Brasil, Refúgio Ecológico Caiman, Vanzin Escapamentos und Brasil Telecom.

Southern Cross Tours & Expeditions organisiert mehrsprachig geführte Studienreisen zur Projektbegleitung- und Mitarbeit.

 

 

Soziales Filmprojekt: Camelô

Camelô - Straßenhändler in Rio de Janeiro

Das soziale Filmprojekt Camelô - Straßenhändler in Rio de Janeiro ist eine Gemeinschaftsproduktion der staatlichen Filmhochschule des Bundesstaates Rio de Janeiro (Universidade Federal Fluminense), eine der angesehensten Einrichtung seines Faches in ganz Südamerika, und der deutschen Hochschule für Gestaltung in Mannheim.

Jaguar Jaguar Jaguar

Der Film von Benjamin Hemer zeigt die Arbeit, den Alltag und den täglichen Kampf ums Überleben der zigtausend fliegenden Straßenhändler Rio de Janeiros. Diese wurden durch Brasiliens wirtschaftliche Restrukturierungs- und Privatisierungsmaßnahmen nach Ende der Militärdiktatur, insbesondere in den 90er Jahren aus dem Arbeitsmarkt gedrängt, so dass vielen nur der Ausweg in die Informalität blieb. Camelô - Straßenhänder in Rio de Janeiro beruht auf den Resultaten der empirischen Forschungsarbeit der international renommierten brasilianischen Wirtschaftsprofessorin Hildete Pereira de Melo und versucht ihre Ergebnisse und Thesen zu visualisieren. Dadurch soll einem breiten Publikum ein Einblick in das Leben dieser Menschen und in die sehr komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge gezeigt werden. Immerhin ist der informelle Handel für mehr als 6% des Bruttosozialproduktes der 11. größte Wirtschaftsnation der Welt verantwortlich.

Jaguar Jaguar Jaguar

Southern Cross Tours & Expeditions ermöglicht durch seine finanzielle Unterstützung die Realisierung dieses Projektes und fördert damit sowohl den deutschen, wie den brasilianischen Filmemacher-Nachwuchs. Als Reiseveranstalter ist es unser erklärtes Anliegen den Besuchern nicht nur die weltberühmten Attraktionen zu zeigen, sondern darüberhinaus ein realistisches Brasilienbild zu vermitteln.

 

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