Der Riesenotter

The Big 3

Die drei großen Säuger Südamerikas in den Landschaftsräumen Land, Fluss und Meer

Das beste und kompletteste Naturprogramm Brasiliens
von Southern Cross Tours & Expeditions

Elefanten, Löwen, Büffel, Leoparden und Nashörner - die Big Five können wir nicht von Afrika über den Atlantik holen, doch wir machen uns mit Ihnen auf die Spuren der drei großen Säuger Südamerikas. Auf unseren Fotosafaris in verschiedenen Ökosystemen Brasiliens können Sie die faszinierenden, vom Aussterben bedrohten Big Three in freier Wildbahn erleben: Jaguare, Riesenotter und Südliche Glattwale.

Die Reise beginnt im Bundesstaat Mato Grosso mit Anflug über Cuiabá und einer Jeepfahrt ins nördliche Pantanal, in die Umgebung von Porto Jofre zwischen den Flüssen Cuiabá, São Francisco und Piqueri.

Der Jaguar (Felis onca)

Ab dem nächsten Morgen begeben wir uns hier auf die Suche nach dem Jaguar, der größten Raubkatze Nord- und Südamerikas. Das Wort „Jaguar“ leitet sich von „Jag War“ ab, dem Namen, den die Eingeborenen Südamerikas der kräftigen Raubkatze gegeben haben, der frei übersetzt soviel wie „der im Fliegen jagt“ bedeutet. Der Jaguar (Panthera onca) ist dafür bekannt, das kräftigste Gebiss aller Wildkatzen zu haben, obwohl seine Größe nicht die von Löwen oder Tigern erreicht. Nichts­desto­trotz beträgt das durch­schnittliche Gewicht eines Männchens 103 kg, wobei schon vom Fang über 150 kg schwerer Jaguare im Pantanal berichtet wurde. Aufgrund des überreichen Nahrungs angebotes, das er im tierreichen Pantanal vorfindet, übertrifft seine Größe hier die der Jaguare Mittel­amerikas fast um das Doppelte. Der Jaguar, oder onça pintada, wie er im Portugiesischen heißt, ist Einzel­gänger und bevorzugt Habitate nahe am Wasser, im besonderen Galeriewälder. Er steht unter strengem Schutz mit Status CITES Appendix I des Washingtoner Artenschutz­abkommens.

Gegensätzlich allgemeiner Verlautbarungen vieler Reiseveranstalter bietet nicht der undurchdringliche Amazonas-Regenwald, sondern das Buschland und die Savannen des Pantanals die beste Möglichkeit Jaguare zu beobachten. Lange ging man davon aus, das Tier sei ausschließlich nachtaktiv. Neue Artenschutzprogramme und die Abwesenheit natürlicher Feinde tragen jedoch dazu bei, dass die große Katze auch tagsüber immer häufiger zu sehen ist. Auf seinen nächtlichen Streifzügen durchquert der Jaguar in kürzester Zeit ein sehr großes Gebiet. Er legt dabei bis zu 30 km zurück. Daher erfordert es einige Zeit und Geduld, will man das Tier tagsüber beobachten. Man trifft ihn hauptsächlich beim Ausruhen auf den Uferböschungen, fischend oder beim Überqueren von Flüssen an, manchmal sogar nahe von Ansiedlungen.

Jaguar (Felis onca)

Da sowohl das Aufspüren der Jaguare und auch der Riesenotter grundsätzlich vom Wasser aus geschieht, werden wir die Flüsse und Flussufer der Region auf täglichen langen Fahrten mit den Booten absuchen. Je nachdem, wohin uns die Suche nach den Tieren und die Merkmale ihrer Anwesenheit führt, wird in landestypischen Pousadas, in einem Hotel aber auch in einem Zeltlager übernachtet.

Noch viel stärker als die Jaguare sind die Riesenotter (Pteronura brasiliensis) vom Aussterben bedroht. Die Bestände beider Arten sind abnehmend, die genauen Zahlen sind jedoch nicht bekannt. Zu den unzähligen Bedrohungen, denen die Riesenotter ausgesetzt sind, gehören vor allem die Zerstörung des Lebensraums, die Wasserverschmutzung sowie die Wilderei. Ursprünglich lebten Riesenotter im gesamten tropischen Teil Südamerikas, von Venezuela bis ins nördliche Argentinien. Heute ist die Population auf einige isolierte Reste zusammengeschrumpft, die sich zum überwiegenden Teil in Brasilien und Peru befinden.

Der Riesenotter

Das wohl Beeindruckendste am Riesenotter ist seine Länge von bis zu 1,8 Metern, ein Gigant untr den Otterarten. Otter haben einen lang­gestreckten Körper und einen kräftigen Schwanz, den sie beim Schwimmen als Ruder nutzen. Ihre Beine sind kurz, und ihre mit Schwimm­häuten versehenen Füße sind optimal an das Leben im Wasser angepasst. Wichtig für ihren Lebens­raum ist auch ihr dichtes und wasserfestes Unterfell. Etwa 70.000 Haare pro Quadrat­zentimeter und die langen Grannen des Deck­haares schließen eine Luft­schicht ein, die sie im Wasser vor Kälte schützt. Otter sind aus­ge­zeichnete Schwimmer und Taucher und können ohne Probleme mehrere Minuten unter Wasser bleiben.

Was den Riesenotter außer seiner Größe noch zu einer Besonder­heit innerhalb der Otter­unter­familie macht, ist sein hoch entwickeltes Sozial­verhalten. Die Tiere leben in Gruppen von bis zu zehn Individuen, die gemeinsam jagen, schlafen, spielen und die Jungen großziehen. Jede Gruppe beansprucht ihr eigenes Revier. Riesen­otter sind tagaktiv. Ihr Beute­spektrum ist wesentlich enger als das anderer Otter­arten: Sie ernähren sich praktisch ausschließlich von Fisch. Die Jagd wird in der Gruppe organisiert, das heisst, die Mitglieder einer Ottergruppe treiben sich die Fische gegenseitig zu.

Ein Wurf umfasst ein bis fünf Junge. Die große Zahl der Feinde junger Riesen­otter wie die Kaimane und Jaguare macht zwei Geburten pro Jahr notwendig. Nach zehn Monaten haben die Jungen die Größe der Eltern­tiere erreicht, und im Alter von zwei Jahren sind sie geschlechts­reif. Die Lebens­erwartung der Riesen­otter beträgt etwa zehn Jahre.

Am neunten Tag geht es mit dem Jeep zurück nach Cuiabá, von wo aus am späten Nachmittag nach Florianópolis, Hauptstadt des Bundes­staates Santa Catarina, geflogen wird. Ankunft kurz vor Mitter­nacht und Über­nachtung im Hotel. Am nächsten Morgen gelangen Sie nach einer andert­halb­stündigen Autofahrt Richtung Süden zum Praia do Rosa, wo Sie gepflegte Unterkünfte, gediegen und mit modernem Komfort ausgestattet, in unserem Resort erwarten. Alle Zimmer und Bungalows haben direkten Meerblick und sind nur drei Gehminuten vom Strand entfernt. Die Anlage hat natürlich einen Swimming­pool und ein sehr gutes Restaurant mit Terasse und Traum­blick aufs Meer. Der Ort bietet aber auch nette Bars und Restaurants für den Abend.

Südliche Glattwale vor dem Strand der Praia do Rosa

Der Ablauf sieht zunächst eine Einführung des Instituto da Baleia Franca (IBF) über die Südlichen Glattwale und ihre Präsenz an der Küste von Santa Catarina mit einer Video Präsentation vor. Je nach den Wetter­bedingungen werden zur Beobachtung der Wale 2-3 outings, mit speziell für diesen Zweck entwickelten Schlauchbooten unternommen. Streicheln gestattet. Gelegentlich können diese gut über 40 Tonnen wiegenden und bis zu 17 Metern langen Giganten der Meere sogar vom Strand aus foto­grafiert werden.

Die Südlichen Glattwale, auch Franca genannt, gebären und ziehen in den geschützten Gewässern der Küste von Santa Catarina, insbesondere in der Region zwischen Imbituba und Garopaba, ihre Jungen auf. Ihr Bestand hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, so dass die Erhaltung der Art Eubalaena australis, deren Jagd an der brasilianischen Küste erst 1973 eingestellt wurde, nicht mehr bedroht ist.

Während des 5tägigen Aufenthalts am Praia do Rosa steht auch ein Ausflug mit dem Auto in das historische Städtchen Laguna auf dem Programm. Hier hat der italienische Freiheits­kämpfer und Held Guiseppe Garibaldi mit seiner brasilianischen Frau Anita gelebt und gekämpft, deren Geschichte man im Heimat­museum nacherleben kann. Ausserdem sind Sie dabei, wenn Meeräschen mit Hilfe von Delphinen in die Netze der Fischer getrieben werden (Mai-Juni). Ein weltweit einmaliges Erlebnis.

Der Strand und die Bucht von Praia do Rosa
Das Eco Resort
Ein Zimmer des Eco Resorts

Da wir am Südatlantik sind, versteht es sich von selbst, dass die Aktivitäten auf dem Meer wetterabhängig sind und eventuell umdisponiert werden muss. Hierfür wird dann nach einem adequaten Ersatz gesucht. Die Region ist auch ein Paradies für Surfer und Kitesurfer. Strandreiten auf edlen Crioulo oder Manga Larga Pferden sind weitere Aktivitäten, die man unternehmen kann.

Übrigens hat der Club „Les Plus Belles Baies du Monde“ (www.world-bays.com) den Praia do Rosa Strand in seine Liste der 28 weltweit schönsten Strände aufgenommen. Kriterium war die natürliche Schönheit der Region, wie auch des Naturreservates der Südlichen Glattwale,eine APA, die als Zweck die Erhaltung der Art sowie die Nachhaltigkeit und Bewusststeinsbildung bei Einheimischen und Besuchern fördert.

Am 14. Reisetag werden Sie mit dem Wagen wieder zurück nach Florianópolis gebracht, von wo aus Sie weiterfliegen, entweder zurück in die Heimat oder zu einem Anschlussprogramm.

Man kann die Wale oftmals fast berühren

Details

14 Tage / 13 Nächte
max. 4 Teilnehmer
Beste Reisezeit:

Juli-Oktober

Detaillierter Ablauf auf Anfrage

Preise auf Anfrage