The Big 3Die drei großen Säuger Südamerikas in den Landschaftsräumen Land, Fluss und Meer Das beste und kompletteste Naturprogramm Brasiliens
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| Der Jaguar (Felis onca) |
Ab dem nächsten Morgen begeben wir uns hier auf die Suche nach dem Jaguar, der größten Raubkatze Nord- und Südamerikas. Das Wort „Jaguar“ leitet sich von „Jag War“ ab, dem Namen, den die Eingeborenen Südamerikas der kräftigen Raubkatze gegeben haben, der frei übersetzt soviel wie „der im Fliegen jagt“ bedeutet. Der Jaguar (Panthera onca) ist dafür bekannt, das kräftigste Gebiss aller Wildkatzen zu haben, obwohl seine Größe nicht die von Löwen oder Tigern erreicht. Nichtsdestotrotz beträgt das durchschnittliche Gewicht eines Männchens 103 kg, wobei schon vom Fang über 150 kg schwerer Jaguare im Pantanal berichtet wurde. Aufgrund des überreichen Nahrungs angebotes, das er im tierreichen Pantanal vorfindet, übertrifft seine Größe hier die der Jaguare Mittelamerikas fast um das Doppelte. Der Jaguar, oder onça pintada, wie er im Portugiesischen heißt, ist Einzelgänger und bevorzugt Habitate nahe am Wasser, im besonderen Galeriewälder. Er steht unter strengem Schutz mit Status CITES Appendix I des Washingtoner Artenschutzabkommens.
Gegensätzlich allgemeiner Verlautbarungen vieler Reiseveranstalter bietet nicht der undurchdringliche Amazonas-Regenwald, sondern das Buschland und die Savannen des Pantanals die beste Möglichkeit Jaguare zu beobachten. Lange ging man davon aus, das Tier sei ausschließlich nachtaktiv. Neue Artenschutzprogramme und die Abwesenheit natürlicher Feinde tragen jedoch dazu bei, dass die große Katze auch tagsüber immer häufiger zu sehen ist. Auf seinen nächtlichen Streifzügen durchquert der Jaguar in kürzester Zeit ein sehr großes Gebiet. Er legt dabei bis zu 30 km zurück. Daher erfordert es einige Zeit und Geduld, will man das Tier tagsüber beobachten. Man trifft ihn hauptsächlich beim Ausruhen auf den Uferböschungen, fischend oder beim Überqueren von Flüssen an, manchmal sogar nahe von Ansiedlungen.
| Jaguar (Felis onca) |
Da sowohl das Aufspüren der Jaguare und auch der Riesenotter grundsätzlich vom Wasser aus geschieht, werden wir die Flüsse und Flussufer der Region auf täglichen langen Fahrten mit den Booten absuchen. Je nachdem, wohin uns die Suche nach den Tieren und die Merkmale ihrer Anwesenheit führt, wird in landestypischen Pousadas, in einem Hotel aber auch in einem Zeltlager übernachtet.
Noch viel stärker als die Jaguare sind die Riesenotter (Pteronura brasiliensis) vom Aussterben bedroht. Die Bestände beider Arten sind abnehmend, die genauen Zahlen sind jedoch nicht bekannt. Zu den unzähligen Bedrohungen, denen die Riesenotter ausgesetzt sind, gehören vor allem die Zerstörung des Lebensraums, die Wasserverschmutzung sowie die Wilderei. Ursprünglich lebten Riesenotter im gesamten tropischen Teil Südamerikas, von Venezuela bis ins nördliche Argentinien. Heute ist die Population auf einige isolierte Reste zusammengeschrumpft, die sich zum überwiegenden Teil in Brasilien und Peru befinden.
| Der Riesenotter |
Das wohl Beeindruckendste am Riesenotter ist seine Länge von bis zu 1,8 Metern, ein Gigant untr den Otterarten. Otter haben einen langgestreckten Körper und einen kräftigen Schwanz, den sie beim Schwimmen als Ruder nutzen. Ihre Beine sind kurz, und ihre mit Schwimmhäuten versehenen Füße sind optimal an das Leben im Wasser angepasst. Wichtig für ihren Lebensraum ist auch ihr dichtes und wasserfestes Unterfell. Etwa 70.000 Haare pro Quadratzentimeter und die langen Grannen des Deckhaares schließen eine Luftschicht ein, die sie im Wasser vor Kälte schützt. Otter sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher und können ohne Probleme mehrere Minuten unter Wasser bleiben.
Was den Riesenotter außer seiner Größe noch zu einer Besonderheit innerhalb der Otterunterfamilie macht, ist sein hoch entwickeltes Sozialverhalten. Die Tiere leben in Gruppen von bis zu zehn Individuen, die gemeinsam jagen, schlafen, spielen und die Jungen großziehen. Jede Gruppe beansprucht ihr eigenes Revier. Riesenotter sind tagaktiv. Ihr Beutespektrum ist wesentlich enger als das anderer Otterarten: Sie ernähren sich praktisch ausschließlich von Fisch. Die Jagd wird in der Gruppe organisiert, das heisst, die Mitglieder einer Ottergruppe treiben sich die Fische gegenseitig zu.
Ein Wurf umfasst ein bis fünf Junge. Die große Zahl der Feinde junger Riesenotter wie die Kaimane und Jaguare macht zwei Geburten pro Jahr notwendig. Nach zehn Monaten haben die Jungen die Größe der Elterntiere erreicht, und im Alter von zwei Jahren sind sie geschlechtsreif. Die Lebenserwartung der Riesenotter beträgt etwa zehn Jahre.
Am neunten Tag geht es mit dem Jeep zurück nach Cuiabá, von wo aus am späten Nachmittag nach Florianópolis, Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina, geflogen wird. Ankunft kurz vor Mitternacht und Übernachtung im Hotel. Am nächsten Morgen gelangen Sie nach einer anderthalbstündigen Autofahrt Richtung Süden zum Praia do Rosa, wo Sie gepflegte Unterkünfte, gediegen und mit modernem Komfort ausgestattet, in unserem Resort erwarten. Alle Zimmer und Bungalows haben direkten Meerblick und sind nur drei Gehminuten vom Strand entfernt. Die Anlage hat natürlich einen Swimmingpool und ein sehr gutes Restaurant mit Terasse und Traumblick aufs Meer. Der Ort bietet aber auch nette Bars und Restaurants für den Abend.
| Südliche Glattwale vor dem Strand der Praia do Rosa |
Der Ablauf sieht zunächst eine Einführung des Instituto da Baleia Franca (IBF) über die Südlichen Glattwale und ihre Präsenz an der Küste von Santa Catarina mit einer Video Präsentation vor. Je nach den Wetterbedingungen werden zur Beobachtung der Wale 2-3 outings, mit speziell für diesen Zweck entwickelten Schlauchbooten unternommen. Streicheln gestattet. Gelegentlich können diese gut über 40 Tonnen wiegenden und bis zu 17 Metern langen Giganten der Meere sogar vom Strand aus fotografiert werden.
Die Südlichen Glattwale, auch Franca genannt, gebären und ziehen in den geschützten Gewässern der Küste von Santa Catarina, insbesondere in der Region zwischen Imbituba und Garopaba, ihre Jungen auf. Ihr Bestand hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, so dass die Erhaltung der Art Eubalaena australis, deren Jagd an der brasilianischen Küste erst 1973 eingestellt wurde, nicht mehr bedroht ist.
Während des 5tägigen Aufenthalts am Praia do Rosa steht auch ein Ausflug mit dem Auto in das historische Städtchen Laguna auf dem Programm. Hier hat der italienische Freiheitskämpfer und Held Guiseppe Garibaldi mit seiner brasilianischen Frau Anita gelebt und gekämpft, deren Geschichte man im Heimatmuseum nacherleben kann. Ausserdem sind Sie dabei, wenn Meeräschen mit Hilfe von Delphinen in die Netze der Fischer getrieben werden (Mai-Juni). Ein weltweit einmaliges Erlebnis.
| Der Strand und die Bucht von Praia do Rosa |
| Das Eco Resort |
| Ein Zimmer des Eco Resorts |
Da wir am Südatlantik sind, versteht es sich von selbst, dass die Aktivitäten auf dem Meer wetterabhängig sind und eventuell umdisponiert werden muss. Hierfür wird dann nach einem adequaten Ersatz gesucht. Die Region ist auch ein Paradies für Surfer und Kitesurfer. Strandreiten auf edlen Crioulo oder Manga Larga Pferden sind weitere Aktivitäten, die man unternehmen kann.
Übrigens hat der Club „Les Plus Belles Baies du Monde“ (www.world-bays.com) den Praia do Rosa Strand in seine Liste der 28 weltweit schönsten Strände aufgenommen. Kriterium war die natürliche Schönheit der Region, wie auch des Naturreservates der Südlichen Glattwale,eine APA, die als Zweck die Erhaltung der Art sowie die Nachhaltigkeit und Bewusststeinsbildung bei Einheimischen und Besuchern fördert.
Am 14. Reisetag werden Sie mit dem Wagen wieder zurück nach Florianópolis gebracht, von wo aus Sie weiterfliegen, entweder zurück in die Heimat oder zu einem Anschlussprogramm.
| Man kann die Wale oftmals fast berühren |
14 Tage / 13 Nächte
max. 4 Teilnehmer
Beste Reisezeit:
Juli-Oktober
Detaillierter Ablauf auf Anfrage
Preise auf Anfrage